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Daniel Vaucher

Mein Lauf des Lebens begann mit der Geburt im Jahre 1953 in St. Moritz.
Da besuchte ich die Primar- und Sekundarschule und begab mich 1969 nach Zürich in die Ausbildung.
Dies war zwar ein kleiner Schritt für die Menschheit aber ein grosser Schritt für mich. Vom kleinen Bergdorf kam ich in die anonyme Grossstadt. Hier gab es so viele Strassen und Wirtschaften, dass ich manchmal den Heimweg zu meiner Schlummermutter nicht mehr fand.
Während meiner Ausbildungzeit lernt ich den faszinierenden Künstler Rudolf Mirer kennen und durft ihn oft in seinem Atelier in Zenez besuchen. Dies hatt dann auch, das in mir schlummernde Interesse an der bildenden Kunst geweckt. Umständehalber liess ich jedoch, das Interesse an diesem „brotlosen Gewerbe“ weiterschlummern, um es zu gegebener Zeit zu wecken und zu einem für mich wichtigen Lebensinhalt zu machen.
1988 anlässlich eines Malkurses wurde ich motiviert, meine schlummernden musischen Ambitionen zum Leben zu erwecken. Und so begann ich zu malen und spürte bald, dass ich mit meinen, damals aus alten Leintüchern gefertigten Leinwänden, die für mich passende Art zu kommunizieren gefunden hatte.
Mit dem Pinsel und Farbe übertrage ich auf die Leinwand das, was sie später dem Betrachter vermitteln soll.
Zur Zeit kommuniziere und laufe ich immer weiter.

 

Um das Wunderbare zu streifen, muss sie in der Erde verwurzelt sein ...
Reflexionen und Deutungen 

Die Malereien von Daniel Vaucher erscheinen nicht als homogener Bilderzyklus, vielmehr steht das einzelne Bild im Vordergrund.
Der Inhalt seiner Malereien stellt Fragen und sucht Antworten.
Spürbar ist dabei, sein reflektieren im Kontext der eigenen Gefühle, zwischen Natur, Mensch und Gesellschaft.
Diese Bilder sind ehrlich und suchen nicht den intellektuell, künstlerischen Überbau, vielmehr sind sie Antworten auf Fragen, die den Künstler unmittelbar beschäftigen.
Einerseits findet man in seinen Arbeiten, Humor und beissenden Sarkasmus, wenn er sich gesellschaftlichen Themen zuwendet, andererseits offenbart er auf seinen malerischen Reisen auch seine bewegte Innenwelt aus Angst und Hoffnung.
Ungeschönt nimmt er uns dabei mit und führt uns zu den existenziellen Fragen des menschlichen Daseins.
Mit feinem Gefühl für Farben und Struktur pendelt seine Bildsprache zwischen abstrakten und figurativen Formen.
Poesie, Symbolismus, und Surreales haben in seinen Arbeiten ebenso einen Platz wie der Expressionismus, die klassische Abstraktion bis hin zu den Konkreten.
Hier ist ein Mann unterwegs, der sich durch die Kraft der Malerei neu zu erfinden scheint, ohne seine Wurzeln zu verlassen. 

Al Meier

Emotionen in Farbe auf Leinwand